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Kunststofffenster sparen Energie

Wer heute baut, der muss sich warm anziehen. Viele neue Vorschriften rund um die EnEV gilt es als Häuslebauer zu beachten. Alles in allem haben die neuen Gesetze ein gemeinsames Ziel: Die Einsparung von Energie. Das sind wir auch unseren Kindern schuldig.

Doch wie spart man sinnvoll Energie ein?

Klar – egal wen man fragt wird auf diese Frage als erstes antworten: Vollwärmeschutz. Punkt. Im Fachjargon sagt man dazu WDVS. Diese 4 Buchstaben stehen für Wärmedämmverbundsystem. In Regel werden hier Bioziden oder Polystyrol auf die Außenwand eines Gebäudes geklebt. Diese beiden Materialien stehen unter anderem in der Kritik. Denn sie sind nicht nur gesundheitsschädlich, sondern auch brandgefährlich. Und das im warsten Sinne des Wortes. Doch wenn Deutschlands Gebäude bis 2050 klimaneutral werden wollen, werden wir nicht drum rumkommen um sich mit der Thematik zu befassen. Und einen Tod werden wir sterben müssen.

Doch die Verpackungswut einiger Häuslebauern sollten Grenzen gesetzt werden. Denn Ökologie und Wirtschaftlichkeit müssen sinnvoll abgewogen werden. Die wirtschaftlichste Lösung eines Vollwärmeschutzes ist eine Dämmstärke von 12cm bis 20cm. Dickere Dämmstärken amortisieren sich in der Regel nicht. Einige Fachleute wie der Professor Christoph Mäckler gehen noch einen Schritt weiter und wollen WDVS gänzlich verbieten lassen. Denn, was viele nicht bedenken ist, dass herkömmliche Wärmeverbundsysteme nicht ausreichend gegen Schimmel und Algenbewuchs geschützt sind. „Die Gebäude müssen auch in 150 Jahren noch bewohnbar sein und nicht schon nach 30 Jahren wieder abgerissen werden.“, so der Professor.

Gibt es eine Alternative zum WDVS?

Ergänzend oder als Alternative sollte immer eine moderne Heizungsanlage eingebaut werden. Auch beim Sanieren und Renovieren muss hier angesetzt werden.

Viele vergessen auch, dass über die Fenster die meiste Wärme verloren geht. Hier können z.B. moderne Holzfenster oder Kunststofffenster einiges an Schutz bringen. Kunststofffenster haben den Vorteil, dass sie nicht mehr gestrichen werden müssen und außerdem günstiger sind als Holzfenster.

Passivhausfenster werden die Zukunft werden. Fachleute sagen voraus, dass bereits 2020 das Passivhausfenster der Standard sein wird. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Wie gut ein Fenster dämmt kann natürlich gemessen werden. Ein Maß hierfür ist z.B. der Uw-Wert. Er setzt sich aus den verschiedenen U-Werten eines Fensters zusammen. Aus dem Uf-Wert des Rahmens und dem Ug-Wert der Verglasung. Aus beiden Werten wird der Gesamt-U-Wert (Uw-Wert) errechnet.

Wichtig dabei ist zu wissen, dass manche Fensterbauer nur den Ug-Wert angeben. Er ist in der Regel immer der bessere Wert. Doch tatsächlich gibt nur der Uw-Wert den tatsächlichen gesamten Dämmwert eines Kunststofffensters oder Holzfensters an.

Ab einem Uw-Wert von 0,8 W/Km² darf ein Fenster als Passivhausfenster bezeichnet werden.

Wie werden diese Werte erreicht?

Zum einen können hier Wärmeverluste durch die Wahl des richtigen Profils, beim Kunststofffenster, oder beim Holzfenster eben durch die Dicke des Rahmens erreicht werden. Bei der Verglasung können Werte von 0,8 W/Km² oder besser nur erreicht werden, wenn z.B. 3fach-Verglasung verwendet wird. Beim Abstandshalter kann dieser Wert nochmals verbessert werden, wenn anstelle eines herkömmlichen Aluabstandhalters eine warme Kante verbaut wird. Achten Sie deshalb darauf, dass das Fenster hier optimal mit den besten Werkstoffen gebaut wird.